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Gemeinsam in derNatur
Weinberge, Wiesen und Wälder im Naturpark Stromberg-Heuchelberg liegen im Winter unter einer Schneedecke. © Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Winter im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Den romantisch verschneiten, in der Sonne glitzernden Winterwald liebt ohnehin jeder. Aber auch die nasskalten, unfreundlichen Tage haben ihre Reize. Für mich sind Tage mit schemenhaftem Licht und fast holzschnittartigen Charakteren in zahllosen Grau- und Brauntönen besonders geeignet, um die Stille des Waldes zu genießen. Und wer weiß, ob es ohne diese grauen Tage das Wort Gemütlichkeit gäbe? Nach einem ausgedehnten Spaziergang im Winterwald genieße ich oftmals einen heißen Tee oder einen Glühwein im kuschelig geheizten Wohnzimmer und finde: Ein Waldbesuch müsste eigentlich vom Arzt verordnet werden! Denn Waldluft enthält etwa 90 Prozent weniger Staubteilchen als Stadtluft. Bereits 100 Meter vom Waldrand entfernt ist der zivilisatorische Lärmpegel fast halbiert. Und die positiven Wirkungen der Natur sind gerade im Winter wichtig, wenn unser Immunsystem durch Erkältungswellen oder trockene Heizungsluft gefordert ist. Kurzum: Die ausgedehnten Strombergwälder im Naturpark sind im Winter ideal für eine kleine Wanderung.

Baumstämme im Nebel machen den Wald an nasskalten Tagen reizvoll.
Grau, braun und mit eigenem Charme: nasskalte Tage im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. © Werner Becker

Wandern, Radfahren und Einkehren in den Strombergwäldern

Eine nette kleine Tour ist zum Beispiel der Seenrundweg um die Ehmetsklinge in Zaberfeld. Oft sammeln sich viele Wasservögel am See. In unserem milden Weinbauklima kann man im Winter aber fast alles machen, was man auch im Sommer tun kann. Die Wanderwege sind meist schneefrei. Auch einer Radtour steht nichts im Weg. Das Besondere im Naturpark ist die enge Verzahnung von Waldflächen und Weinbergen. Je nach Witterung kann man sich mehr im windgeschützten Wald oder in den sonnenbeschienenen Rebhängen bewegen. Und nach einer Wanderung lädt das Naturparkzentrum zu einem Besuch der Ausstellung im Warmen ein. Auch die Museen in der Region sind sehenswert. Zum gemütlichen Ausklang empfehle ich einen Besuch in einer Besenwirtschaft, einem Gasthof oder auf einem der vielen Advents- und Weihnachtsmärkte in den Fachwerkstädtchen im Naturpark – ich mag besonders den Weihnachtsmarkt im Maulbronner Klosterhof mit seinem einzigartigen Ambiente.

Verschneite Bäume glitzern im Naturpark Stromberg-Heuchelberg in der Sonne.
Winter wie im Bilderbuch: Der verschneite Winterwald im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. © Matthias Dreizler

Romantische Weinbergnacht und Erlebnistour

Auch im Naturpark kann man sich auf Weihnachten einstimmen. Unsere Naturparkführer bieten Veranstaltungen von der romantischen Weinbergnacht im Advent für Familien über einen erlebnisreichen Bastel- und Erzählabend im Eselstall bis zur Erlebnistour. Im Naturparkzentrum ist es naturgemäß über die Winterzeit etwas ruhiger. Diese Zeit nutzen wir für die Planung des kommenden Jahres: Wir bereiten unter anderem Naturparkmärkte und den Naturerlebnistag vor, kooperieren mit zwei Schulen auf dem Weg zur „Naturparkschule" und das Projekt „Blühender Naturpark" als Beitrag gegen das Insektensterben wird fortgesetzt. Die Weihnachtsferien sind die einzigen Wochen des Jahres, in denen das Naturparkzentrum geschlossen ist. Doch auch in dieser Zeit lohnt sich ein Ausflug in die Natur, um einen Gang runterzuschalten und dann mit voller Energie ins neue Jahr zu starten.

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Gastautor Dietmar Gretter, Geschäftsführer Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Gastautor Dietmar Gretter

Geschäftsführer Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Bereits seit über zehn Jahren ist Dietmar Gretter Geschäftsführer des Naturparks Stromberg-Heuchelberg. Sein Beruf ist mehr eine Berufung, denn für ihn ist der Naturpark ein Ort zum Genießen und Ausspannen. Sein persönlicher Wohlfühlort im Park? Der Ausblick von seinem Büro auf denn Stausee Ehmetsklinge. „Die Stimmung ist einzigartig und jeden Tag neu", schwärmt er.

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