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Gemeinsam inAktion
Stuttgart Valley Roller Derby, Deutscher Meister 2017, im Spiel gegen die Mannschaft aus Nantes. © Olivier Vax

Mit Teamplay und Biss zum Erfolg

In der Kategorie „Gemeinsam in Aktion" darf ich euch regelmäßig Vereine vorstellen, die von alwa unterstützt werden. Die Spielerinnen von Stuttgart Valley Roller Derby waren bereits mehrfach Deutsche Meisterinnen und möchten auch in den nächsten Jahren wieder vorne mitspielen. Valerie Pogodda, die Frau mit der 315 auf dem Rücken und bekannt als Pogo Galore, ist seit vielen Jahren Stammspielerin im Stuttgarter Team, spielt auch in der Nationalmannschaft und hat mir heute im Interview das Geheimnis des Erfolgs ihrer Mannschaft verraten.

Kevin: Hella Wahnsinn und Luciferine auf dem Spielfeld. Muss ich Angst vor euch haben?

Valerie Pogodda: Nein, natürlich nicht! Die Namen gründen in der Geschichte des Roller Derbys. Als die Sportart um die Jahrtausendwende wiederentdeckt wurde, wurde sie anfangs nur von Frauen gespielt. Inzwischen gibt es aber auch das Merby, also „Men's Roller Derby", mit einem eigenen Verband und einer eigenen Weltmeisterschaft. Um zu betonen, dass es sich um keine „klassische Frauensportart" handelt, haben sich die Spielerinnen damals mit ihren Derbynamen ein Alter Ego geschaffen, bei dem die martialische, selbstbewusste Seite betont werden soll, wie etwa „Public Enemy Nr. 1" oder „Ellie Minate". Diese Namen knüpfen an persönliche Charakteristika an oder verballhornen einen bekannten Namen wie etwa „Beyonslay" oder „Nick CheckHer". Das Ganze ist sehr spielerisch. Inzwischen gibt es aber auch viele Spielerinnen, die mit ihrem bürgerlichen Namen antreten, da für sie vor allem der sportliche Aspekt wichtig ist.

Kevin: Nicht jeder kennt die Regeln des Roller Derby. Kannst du kurz erklären, worauf es ankommt?

Valerie Pogodda: Roller Derby ist eine Vollkontaktsportart, die auf Rollschuhen ausgeübt wird. Es treten zwei Teams auf einem ovalen Kurs gegeneinander an und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu machen. Auf dem Feld befinden sich pro Team jeweils fünf Spieler, vier Blocker und ein Punktemacher, der Jammer. Punkte bekommen sie jeweils einen pro überholtem Gegenspieler: Die beiden Jammer starten hinter den Blockern und versuchen, die gegnerischen Blocker so oft wie möglich zu überrunden. Die Blocker spielen gleichzeitig defensiv und offensiv – das heißt, sie versuchen einerseits, den gegnerischen Jammer daran zu hindern vorbeizukommen, und andererseits, dem eigenen Jammer so schnell wie möglich durch das Pack zu helfen.

Kevin: Was ist dabei besonders wichtig?

Valerie Pogodda: Ganz klar: Teamplay! Blocker und Jammer müssen zusammenarbeiten. Roller Derby ist ein schnelles Spiel, für das gutes Spielverständnis und Übersicht gebraucht werden, um die nächsten Aktionen des gegnerischen Teams vorausahnen zu können.

Beim Roller Derby haben die Spielerinnen Körperkontakt. © Olivier Vax
Auf dem Spielfeld geht es zur Sache: Körperkontakt gehört zum Roller Derby dazu.

Kevin: Stuttgart Valley Roller Derby war der erste Derby-Verein Deutschlands. Ihr seid Deutsche Meisterinnen 2017 mit Mitgliedern, die auch im Nationalteam spielen. Was ist das Geheimnis eures Erfolgs?

Valerie Pogodda: In unserem A-Team, den Hit Girls, die auch die Bundesligaspiele absolvieren, spielen erfahrene Spielerinnen, die mit ihrer Routine punkten können. Wir alle trainieren dreimal in der Woche, zweimal on Skates, einmal off Skates. Geübt werden Technik und die richtigen Skills. Das heißt, es wird schon früh trainiert, wie man fällt und wie man Hits austeilt und entgegennimmt. Um die Technik sauber auszuführen und Verletzungen zu vermeiden, ist zusätzliches Krafttraining wichtig. Die meisten von uns gehen noch zwei- oder dreimal die Woche ins Fitnessstudio

Kevin: Ganz schön viel Sport und trotzdem: Training alleine reicht nicht, um zu den Besten zu gehören, oder?

Valerie Pogodda: Nein. Man braucht Biss! Wer Angst vor Körperkontakt hat, ist in dieser Sportart fehl am Platz. Außerdem beobachten Trainer und Spieler ständig die Roller-Derby-Landschaft und deren neue Entwicklungen: Weil Roller Derby eine noch junge Sportart ist, entwickelt sie sich rasant, gerade in Bezug auf neue Spielstrategien.

Kevin: Zuletzt interessiert mich natürlich eines noch besonders: Was trinken die Spielerinnen am liebsten während und nach einem Spiel?

Valerie Pogodda: Da unsere Spiele sehr fordernd sind, trinken wir vor und während dem Spiel alwa Mineralwasser oder auch die alwa ISO Spritzer, weil sie isotonisch sind und uns mit Elektrolyten versorgen. alwa war einer unserer ersten Sponsoren und begleitet uns schon lang. Bei unseren Spielen wird sowohl unser Team als auch das Gastteam von alwa mit Getränken versorgt. Nach dem Spiel darf es dann auch gerne mal ein Bier sein, um mit den Gegnerinnen auf das gemeinsame Spiel anzustoßen. In der Roller-Derby-Community ist die sogenannte „dritte Halbzeit" fast genauso wichtig wie die Spiele selbst. Auch wenn man sich auf dem Track, so heißt das Spielfeld, nichts schenkt, herrscht danach ein herzlicher Ton und man feiert gemeinsam.

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Kevin Fantazi, Junior Marketingmanager

Kevin Fantazi

Junior Marketingmanager

„Ohne alwa wäre meine Welt ... nur halb so spritzig."

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